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28. Dezember 2012 · 2 Kommentare

Dinkelsorten

Beschreibung:
Deutsche Dinkelsorten sind Franckenkorn, Schwabenkorn, Bauländer Spelz, Badengold, Schwabenspelz, Zollernspelz, Holstenkorn u. a. Von diesen Sorten hat Franckenkorn die größte Bedeutung. In Deutschland wird über 60 % dieser Sorte von den Landwirten als Saatgut verwendet.

Bedeutende ausländische Dinkelsorten sind: Oberkulmer Rotkorn aus der Schweiz, Roter Tiroler, Ostro, Altgolder Rotkorn, sowie Ebeners Rotkorn aus Österreich und Öko 10 aus Ungarn. Bei zuletzt genannter Sorte wurde bei proteinchemischen Reinheitsuntersuchungen eine enge Verwandtschaft zum Oberkulmer Rotkorn nachgewiesen.

Franckenkorn enthält ca. 25-35% Feuchtkleber, Oberkulmer Rotkorn liegt bei ca. 33-38%.

Bei den belgischen Sorten wie Cosmos, Rouquin, Albin oder Hercule etc. wurden große Anteile von normalem Weizen eingekreuzt. Das Züchtungsziel dieser Sorten war, einen bespelzten Weizen (zur Fütterung) zu bekommen.

Als reinster Dinkel, das heißt Dinkel mit dem kleinsten theoretischen Weizenanteil, gilt in Fachkreisen das Oberkulmer Rotkorn. Diese Sorte hat jedoch den Nachteil, dass sie durch die große Wuchshöhe sehr stark lageranfällig ist (Lagerneigung). Gleichzeitig wirft die hohe Enzymaktivität Probleme auf. Oberkulmer Rotkorn wächst sehr schnell aus. Dazu kommt, dass der Ertrag ca. 30 % unter dem des Franckenkorns liegt.

Quellen:
Deffland, Alfred Biesel

Aktualisiert am 11. Mai 2015 |

2 Kommentare

  1. Moin. wenn die Schweizer von Urdinkel Mehl Hell oder Urdinkel Dunkel reden ,
    mit welche Sorte kann man das in Deutschland vergleichen?

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